Santanyi und Umgebung

Santanyí ist eine von 53 selbständigen Gemeinden der balearischen Mittelmeerinsel Mallorca. Sie liegt im Südosten der Insel und grenzt im Westen an die Gemeinde Ses Salines, im Norden an die Gemeinde Campos und im Osten an die Gemeinde Felanitx. Auf dem Gemeindegebiet liegen der Puig Gros (271 Meter) sowie der Pena Bosca (280 Meter) als höchste Erhebungen. Zum Gemeindegebiet von Santanyí gehört ein Küstenabschnitt von ca. 35 Kilometern. Dort findet man das Cap de ses Salines, das die südlichste Stelle der Insel Mallorca markiert.

 

Die Stadt Santanyí befindet sich im äußersten Südosten Mallorcas. Sie ist Verwaltungssitz der Gemeinde Santanyí und ist 56 Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt und gut über das Straßennetz angebunden.

 

Santanyí wurde im Jahre 1236 das erste Mal unter dem Namen Sancti Aini erwähnt. König Jaume II. hat Santanyi im Jahr 1300 das Stadtrecht verliehen. Über den Ursprung des Namens gibt es verschiedene Theorien. Die Gängigste nimmt an, dass der Name vom lateinischen Sanctus Agnus („Heiligen Schaf“) stammt. Das Schaf erscheint im Wappen der Gemeinde. Ebenso wie die Römer fanden sich die Araber im Gemeindegebiet von Santanyí. In der islamischen Epoche trug Santanyí den Namen Adia. Einige Ortsnamen wie s’Almunia lassen noch heute den Einfluss der islamischen Epoche erkennen. Im Jahr 1329 hatte Santanyí 570 Einwohner. In den folgenden Jahrhunderten war Santanyí mit seinen Küstenabschnitten immer wieder Schauplatz von Piratenüberfällen. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Santanyí etwa 5400 Einwohner. Um 1960 gelangten dann die ersten Touristen nach Mallorca und somit auch nach Santanyí.

 

 

An der Plaça Major befindet sich die Kirche Sant Andreu aus dem 18 Jahrhundert. Sie beherbergt eine barocke Orgel, die ursprünglich aus dem Dominikanerkloster in Palma stammt. Viele berühmte Organisten haben dieses Instrument bereits bespielt, das von dem bekannten königlichen Orgelbauer Jordi Bosch erbaut wurde. Von ihm stammen unter anderem auch die Orgeln der Kathedralen von Sevilla und Murcia. Daneben im gleichen Gebäudekomplex befindet sich die Pfarrkirche Capella del Roser („Rosenkranzkapelle“) aus dem 14. Jahrhundert mit dem Kreuzrippengewölbe. Das Rathaus aus dem Jahre 1902 ist ebenfalls am Plaça Major zu finden.

 

Weiter Richtung Palma findet sich das alte Stadttor sa Porta Murada mit seinem Turm aus dem 16. Jahrhundert, das den Rest der Stadtmauer darstellt. Fünf Kilometer östlich von Santanyí findet sich der Parc natural de Mondragó, ein Naturpark auf einer Fläche von 785 Hektar zwischen Portopetro und Cala Figuera. Er wurde 1992 von der Regierung eingerichtet.

 

Das Naturschutzgebiet beheimatet seltene Orchideen, über 70 verschiedene Vogelarten und Bestände der vom Aussterben bedrohten heimischen Landschildkröten. Den Kern des Naturparks bilden die zwei Strände sa Font de n’Alis und s’Amarador.

 

 

(Quelle: Wikipedia)